| so geht´s |
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Wie dreht man einen Film? Hier eine Kurzanleitung
1. Die Planung Deines Films ist das Wichtigste:
Der Film entsteht bereits in Deinem Kopf. Es gibt einen ganzen Haufen Fragen zu klären, bevor das erste mal die Kamera eingeschaltet wird. Machst Du hier bereits Fehler, ist das Projekt zwar nicht verloren, aber es wird unnötig komplizierter, teurer und wahrscheinlich auch schlechter umgesetzt. Mache Dir einen genauen Plan: Schreib´ Dir auf, welche Szenen im Film vorkommen sollen, die Reihenfolge der Szenen, wer aus welchem Winkel gefilmt werden muss, mögliche Varianten einzelner Szenen - je mehr Fragen Du im Vorfeld klärst, desto schneller kann man die Szenen abdrehen und desto besser werden die Szenen später miteinander funktionieren. Und überlege Dir, wo gedreht werden soll, wer Kamera und Equipment besorgt, wer beim Dreh helfen kann und nicht zuletzt wer sich um "Speis´ und Trank" kümmern soll. Wenn Du einen guten Plan hast, wird auch die nachträgliche Bearbeitung (Schnitt und Effektunterlegung) wesentlich einfacher.
2. Der Dreh
Das Drehen eines Films ist Arbeit. Auch wenn man dabei viel Spass haben kann, geht es in erster Linie darum, den Plan in die Tat umzusetzen - ohne Schnickschnack und Schnörkel. Eine Szene wird aufgerufen, die Schauspieler treten an und dann wird die Szene so lange gefilmt, bis das Ergebnis stimmt. Ist die Szene im Kasten, kommt die nächste Szene dran. Bis der Plan abgearbeitet ist. Feierabend. Alfred Hitchcock sagte einmal: "Das Drehen ist das langweiligste am Filmemachen" Und er hat Recht: Wenn Dein Film gut geplant ist, hast Du den Film ja schon "gesehen" ...
3. Die Nachbearbeitung
Die gefilmten Szenen werden auf einen Computer überspielt und die Szenen in die richtige Reihenfolge gebracht. Überflüssiges Material wird weggeschnitten und dann eine Szene nach der anderen aneinander geschnitten. Passt die Reihenfolge, bekommt jede Szene Ihre eigenen Einstellungen (Farbsättigung, Kontrast, Effekte, etc ...) und anschliessend wird die Feinarbeit (Szenenübergänge, Schnitte, Filmtitel, etc. ...) gemacht.
Nobody is perfect: Wenn man das bis hierhin fertige Ergebnis betrachtet, fällt einem möglicherweise auf, dass die eine oder andere Szene noch geändert werden sollte oder dass man noch die eine oder andere Szene gern dazu hätte. Dann heisst es: Nocheinmal die Kamera auspacken und nachdrehen. Mit einem guten Plan ist dieser nachträgliche Aufwand bei Weitem nicht so gross, als wäre man einfach nur mal so in´s Studio gegangen und hätte einfach mal drauf los gedreht.
4. Die Veröffentlichung
Im Vorfeld ist bereits klar, wo der Film laufen soll - in vielen Fällen wird er einfach in einschlägigen Filmportalen (YouTube, MyVideo) hochgeladen und avanciert dort (im Idealfall) zum "Selbstläufer". Oder der Film wird in kleiner (oder auch großer) Auflage auf DVD veröffentlicht: Dann muss ein Artwork für die DVD-Hülle gestaltet werden, ein DVD-Menu (als Bild oder auch als Film) erstellt und man muss sich natürlich um die Vervielfältigung kümmern (gebrannte Kleinauflage oder gepresste Großauflage). Egal ob nur im Internet oder als DVD: Du musst Dir Gedanken machen, wie die Welt von Deinem Film erfahren soll - Was bringt der schönste Film, wenn ihn niemand ansieht? Es gibt viele Möglichkeiten, einen Film bekannt zu machen: Angefangen von "Mund zu Mund-Propaganda" in Deinem Bekanntenkreis bis hin zu teurem und aufwändigem Marketing. Auch hier solltest Du Dir bereits vor Beginn Deines Projektes den einen oder anderen Gedanken machen.
Wenn alles gut geht, sollte am Ende eine gelungene Film-Premiere stehen und natürlich eine gebührende Feier ... |

